Recherchen – Patentanwaltskanzlei Dipl.-Ing. Peter Körner
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Schutzrechte · Patentanwalt Körner

🔍 Recherchen

Fundierte Recherchen als Grundlage für sichere Entscheidungen

Warum Recherchen unverzichtbar sind

Bevor Sie in die Ausarbeitung und Anmeldung eines Schutzrechts investieren, lohnt sich ein genauer Blick auf den Stand der Technik und die Schutzrechtslage. Eine professionelle Recherche schützt Sie vor teuren Überraschungen – und gibt Ihnen die Sicherheit, auf solider Grundlage zu entscheiden.

💡 Grundsatz: Eine Recherche kostet einen Bruchteil einer Schutzrechtsanmeldung – und kann verhindern, dass Sie in bereits geschützte Rechte Dritter geraten oder Geld in eine Anmeldung investieren, die keinen Bestand haben wird.

Die vier Recherche-Arten

📚 Patentrecherche (Stand der Technik)

Systematische Durchsuchung nationaler und internationaler Patentdatenbanken – Grundlage für Strategieentscheidungen und die Ausarbeitung von Schutzrechtsanmeldungen.

🆕 Neuheitsrecherche

Gezielte Suche vor einer geplanten Anmeldung: Gibt es bereits identische oder sehr ähnliche Lösungen? Das Ergebnis entscheidet, ob und wie eine Anmeldung sinnvoll ist.

® Markenrecherche

Prüfung nationaler und europäischer Markenregister auf ältere identische oder verwechslungsfähige Marken – unverzichtbar vor jeder Markenanmeldung.

⚖️ Verletzungsrecherche (Freedom to Operate)

Klärt, ob ein geplantes Produkt oder Verfahren in bestehende fremde Schutzrechte eingreift – besonders wichtig vor Markteinführungen und Investitionen.

Patentrecherche – Stand der Technik

Die Patentrecherche zum Stand der Technik verschafft einen systematischen Überblick darüber, was auf einem technischen Gebiet bereits bekannt und geschützt ist. Sie ist die Basis für:

  • Die Beurteilung der Schutzfähigkeit einer Erfindung
  • Die strategische Ausrichtung einer Patentanmeldung
  • Technologiemonitoring und Wettbewerbsbeobachtung
  • Lizenzierungsentscheidungen

Durchsucht werden u.a. die Datenbanken des DPMA, EPA (Espacenet), WIPO (PatentScope) sowie nationale Ämter in den USA, China, Japan und weiteren Ländern.

Neuheitsrecherche vor der Anmeldung

Die Neuheitsrecherche beantwortet die entscheidende Frage: Ist die Erfindung neu und erfinderisch genug für eine erfolgreiche Anmeldung?

⚠️ Wichtig: Eine Neuheitsrecherche ersetzt nicht die amtliche Prüfung – gibt aber eine realistische Einschätzung der Erfolgsaussichten und hilft, die Ansprüche optimal zu formulieren. Wer vorbereitet ist, spart Kosten bei der Erwiderung von Prüfungsbescheiden.

Markenrecherche

Vor jeder Markenanmeldung sollte geprüft werden, ob ältere Marken existieren, die der geplanten Marke ähnlich sind. Ohne Recherche riskieren Sie ein Widerspruchsverfahren, die Löschung Ihrer frisch eingetragenen Marke oder Abmahnungen bei bereits erfolgter Nutzung.

Die Recherche umfasst je nach Bedarf das DPMA-Register (Deutschland), das EUIPO-Register (EU) sowie das WIPO-Register (international).

Verletzungsrecherche (Freedom to Operate)

Die Freedom-to-Operate-Analyse klärt, ob ein geplantes Produkt oder Verfahren in bestehende fremde Patente eingreift. Sie ist besonders relevant vor der Markteinführung neuer Produkte, bei Investitionsentscheidungen, vor dem Abschluss von Lizenzverträgen und bei Produktionsverlagerungen in neue Länder.

💡 Hinweis: Eine FTO-Analyse kann niemals eine absolute Garantie geben – sie minimiert aber das rechtliche Risiko erheblich und ist als Due-Diligence-Maßnahme heute Standard.

Ungefähre Kostenrahmen

LeistungUngefährer Kostenrahmen
Neuheitsrecherche (einfaches technisches Gebiet)500 – 1.200 €
Neuheitsrecherche (komplexes technisches Gebiet)1.200 – 2.500 €
Patentrecherche (Stand der Technik, Überblick)800 – 2.000 €
Markenrecherche (DE oder EU)400 – 800 €
Markenrecherche (DE + EU kombiniert)700 – 1.200 €
Freedom-to-Operate-Analyse (einfach)1.500 – 3.500 €
Freedom-to-Operate-Analyse (umfangreich)3.500 – 8.000 €
⚠️ Hinweis: Diese Angaben sind Richtwerte. Nach einer kurzen Beschreibung Ihres Anliegens erstelle ich Ihnen gerne eine konkrete Kostenschätzung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist eine Recherche vor der Patentanmeldung Pflicht?

Nein – rechtlich vorgeschrieben ist sie nicht. Eine eigene Vorabrecherche ist aber dringend empfehlenswert: Sie vermeidet Überraschungen im Prüfungsverfahren und gibt eine realistische Einschätzung der Erfolgsaussichten.

Kann ich die Recherche selbst durchführen?

Grundsätzlich ja – Datenbanken wie Espacenet oder DPMAregister sind öffentlich zugänglich. Eine professionelle Recherche erfordert aber Erfahrung in Suchstrategie und Bewertung der Treffer. Eine unvollständige Recherche kann trügerische Sicherheit erzeugen.

Wie lange dauert eine Recherche?

Eine einfache Neuheitsrecherche ist oft in 3–7 Werktagen abgeschlossen. Umfangreichere Stand-der-Technik-Recherchen oder FTO-Analysen können 2–4 Wochen in Anspruch nehmen.

Was erhalte ich als Ergebnis?

Sie erhalten einen schriftlichen Recherchebericht mit relevanten Treffern, einer Bewertung der Situation und einer Handlungsempfehlung. Bei Neuheitsrecherchen fließt das Ergebnis direkt in die Strategie der geplanten Anmeldung ein.

Schützt eine FTO-Analyse vollständig vor Patentverletzungen?

Nein – eine absolute Garantie gibt es nicht, da nicht alle Schutzrechte vollständig veröffentlicht sind (z.B. noch nicht veröffentlichte Anmeldungen innerhalb der 18-monatigen Geheimhaltungsfrist). Eine sorgfältige FTO-Analyse minimiert das Risiko jedoch erheblich.

Zusammenfassung

Recherchen sind ein unverzichtbarer erster Schritt für jede fundierte Schutzrechtsstrategie. Ich berate Sie gerne dazu, welche Recherche für Ihre Situation sinnvoll ist, zum Umfang und den Kosten im Voraus sowie zur Interpretation und strategischen Nutzung der Ergebnisse.